Elektroverband
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Neues aus dem EIT.aargau – Blog

110. Generalversammlung des EIT.aargau

Generalversammlung des EIT.aargau: Trotz personeller Veränderungen mit klarem Blick nach vorne

Im angenehm gekühlten Kurtheater Baden versammelten sich am Freitagabend zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Aargauer Elektrobranche zur 110. Generalversammlung des EIT.aargau. Der traditionsreiche Anlass war gut besucht – fast schon erwartungsgemäss bei sommerlichem Wetter – und von spürbarer Vorfreude, aber auch von der bekannten Disziplin der Branche geprägt. Das straffe Programm verlangte Aufmerksamkeit, die pünktlich begonnene Versammlung ebenso.

Text: Manuel Nyffenegger
Fotos: Lars Suter

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Präsident Gaetano Salonia begrüsste die Anwesenden herzlich und setzte gleich zu Beginn einen klaren Akzent: Der Vorstand verstehe seinen Auftrag unverändert darin, konsequent im Interesse der Mitglieder zu handeln, offen für neue Entwicklungen zu bleiben und den Dialog aktiv zu suchen. «Meldet euch, bringt euch ein», lautete der Appell an die Basis – ein Zeichen für eine lebendige Verbandskultur. Neben den anstehenden Wahlen blickt der Verband auf eine gut gefüllte Traktandenliste. Im Fokus stehen zentrale Themen wie die Bildungsverordnung, die Weiterentwicklung der Kursgestaltung sowie die laufenden Qualifikationsverfahren. Auch an den Gewerbeschulen zeichnen sich Veränderungen ab.

Ein weiteres wichtiges Update betrifft den geplanten Neubau des EIT.aargau: Der involvierte Architekt ist inzwischen so eng eingebunden, dass er von vielen bereits als «fast schon ein Mitglied» wahrgenommen wird. Insgesamt zeigt sich der Verband am Standort in Aarau solide und gut aufgestellt. Gleichzeitig werden die steigenden Kosten offen und transparent thematisiert. Trotz dieser Mehrbelastungen bleibt das Kursangebot hochstehend. Die Qualität stimmt: Die Rückmeldungen aus den Kursen sind durchwegs positiv, was mit Szenenapplaus gewürdigt wird.

Zum Schluss richtete Gaetano Salonia ein ausdrücklicher Dank an die Vorstandskollegen sowie an die Mitglieder: für die engagierte Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen.

 

Wertschätzung aus Verband, Wirtschaft und Politik

Mit den Grussworten von Thomas Keller, Präsident von EIT.swiss und Ehrenpräsident des EIT.aargau, wurde der Blick geweitet. Zwar handle es sich bereits um seine sechste Generalversammlung in diesem Jahr, doch der Aargau sei für ihn immer wieder ein besonderes «Heimspiel». Thomas Keller skizzierte aktuelle Herausforderungen und Chancen der Branche auf nationaler Ebene, insbesondere in der Grundbildung und Nachwuchsförderung. Hervorgehoben wurde der Erfolg von Kilian Moser, Schweizermeister und qualifizierter Teilnehmer an den WorldSkills in Shanghai – ein starkes Ausrufezeichen für die Leistungsfähigkeit des elektro-technischen Nachwuchses. Zum Abschluss gratulierte Thomas Keller dem EIT.aargau herzlich zum 110-jährigen Bestehen und sprach allen Engagierten seinen grossen Dank aus.

Auch Martin Häberling, Präsident der Schweizerischen Elektro-Einkaufs-Vereinigung (EEV), fand wertschätzende Worte. Die EEV zählt heute 1864 Mitglieder – trotz Austritten ein erneutes Wachstum – und erzielte ein Einkaufsvolumen von rund 930 Millionen Franken. Über 16,2 Millionen Franken konnten als Rückvergütung an die Mitglieder ausgeschüttet werden. Martin Häberling betonte die Bedeutung starker Partnerschaften und wünschte dem EIT.aargau weiterhin viel Erfolg.

Seitens Politik begrüsste Markus Schneider, Stadtammann von Baden, die Versammlung im Namen des Stadtrates. Er ordnete die Elektrobranche in den Kontext des tiefgreifenden Wandels der Energieversorgung ein: Versorgungssicherheit, Innovation und Nachhaltigkeit stünden im Zentrum. Der EIT leiste hierzu wichtige Impulse. Baden sei historisch eng mit Energie verbunden und entwickle diesen Standortvorteil konsequent weiter. Markus Schneider dankte der Branche für ihr Engagement, das massgeblich zur hohen Lebensqualität und zur Stärke des Wirtschaftsstandorts Aargau beitrage und lud augenzwinkernd bereits zur Badenfahrt 2027 ein.

 

Wichtige Entscheide und würdige Abschiede

Im statutarischen Teil informierte der Vorstand über Mitgliederbewegungen. Besonders nachdenklich stimmte die Nachricht vom Ableben des Ehrenmitglieds Alfons Meier, der sich über Jahrzehnte mit ausserordentlichem Einsatz für den Verband engagiert hatte. Er galt als Mensch mit grossem Herz, der stets an die Jugend glaubte. Die Versammlung ehrte ihn in würdigem Rahmen – ein eindrücklicher Moment.

Der Jahresbericht sowie die Jahresrechnung wurden einstimmig genehmigt, der Vorstand unter Applaus entlastet. Intensiver diskutiert wurde die geplante Erhöhung der Mitgliederbeiträge. Die Notwendigkeit wurde transparent begründet: Nur so könnten weiterhin qualifizierte Expertinnen und Experten für die Lehrabschlussprüfungen gewonnen werden. Am Ende folgte eine klare Mehrheit dem Antrag. Das Budget 2026 sieht einen kleinen Gewinn vor und gilt als solide Grundlage für die kommenden Aufgaben.

 

Kontinuität im Vorstand und Blick auf die Zukunft

Bei den Wahlen wurde der Vorstand einstimmig bestätigt. Der scheidende Raymond Keller wurde für seine ehrliche und engagierte Art herzlich verabschiedet. Neu gewählt wurde Pascal Bruder, 45-jährig und Inhaber der Elektro H. Hauri in Seengen, der sich sichtlich über das entgegengebrachte Vertrauen freute. Auch der Präsident Gaetano Salonia wurde mit grossem Applaus für eine weitere dreijährige Amtsperiode bestätigt. Trotz des erheblichen Aufwands, so betonte er, bereite ihm das Amt grosse Freude.

Ein besonderes Augenmerk galt dem Neubauprojekt des Verbandes. Architekt Matthias Grütter von Bähni + Lüscher AG gab einen umfassenden Überblick über die Arbeiten der vergangenen 384 Tage: von Baugrund- und geologischen Untersuchungen über Mobilitäts- und Freiraumkonzepte bis hin zu begrünten Flachdächern. Die nächsten Schritte umfassen die Ausarbeitung des Umgebungskonzepts und die Vorbereitung der Baubewilligung. Ziel ist die Einreichung des Baugesuchs im Oktober 2026; die Kosten liegen gemäss aktueller Einschätzung im Plan.

Im Rahmen eines eigens konzipierten Partnerprogramms kamen auch die Begleitungen der Teilnehmenden auf ihre Kosten. Die Partnerinnen nutzten die Gelegenheit während der Generalversammlung, im Kasino an „Shake and Fun“-Aktivitäten teilzunehmen und erhielten im Rahmen exklusiver Spielerklärungen Einblicke in Black Jack und Roulette.

Zum Abschluss wies der Präsident auf die kommenden Termine hin, bevor die Versammlung bei einem Apéro auf der Kasinoterrasse und einem festlichen Galadinner mit Unterhaltung ausklang. Für besonderes Staunen sorgte der Auftritt des Mentalisten Tobias Heinemann, der mit eindrucksvollem Gedankenlesen die Anwesenden verblüffte. Ein rundum gelungener Abend, getragen von Fachkompetenz, Kollegialität und Optimismus innerhalb der Aargauer Elektrobranche.